12.02.07
Kavita Daswani – Süß wie eine Mango
Frühstück mit Cameron Diaz? Anrufe von Leonardo DiCaprio? Alles Alltag für Priya, ihres Zeichens Reporterin bei einem bekannten Promi-Magazin in L.A.. Nur einen Haken hat das ganze glamouröe Leben an der Seite der Stars – Priyas konservativer Ehemann darf davon nichts wissen, ganz zu schweigen von ihren strengen Schwiegereltern. So führt sie ein anstengendes Doppelleben: Prinzessin am Tag, Aschenputtel am Abend. Fragt sich nur: Wann wird ihr Schwindel auffliegen?
soweit zur inhaltsangabe an der rückseite. einerseits sehr interessant, andererseits ein wenig zu „mädchenhaft“? manchmal.
die geschichte rund um die frisch vermählte inderin, die mit ihrem mann und dessen familie nach amerika kommen musste, ist nicht einfach nur etwas leichte, spritzige lektüre… im gegenteil, man kann sich sehr gut in die hauptakteurin einfühlen, und bekommt eine sehr genaue vorstellung wie es sein muss, wenn man sich nur beschränkt im eigenen leben entfalten kann, immer auf die meinung anderer menschen angewiesen ist und wie schwer es eigentlich ist eine hindhifrau zu sein.
zwei soziale welten krachen hier in einer farbenfrohen und bunten umgebung aufeinander, die nicht allen gefallen wird, da wir „westlich emanzipierten“ frauen uns heute kaum noch vorstellen können den haushalt für zwei generationen zu verrichten, genausowenig wie die wohlhabenden hindhuistischen väter es wollten, dass ihre töchter arbeiten müssten.
die unterschiede zwischen arrangierter (zwangs-)vermählung und der modernen, schillernden westlichen welt werden klar verständlich dargebracht.
ein zitat, das mir in erinnerung geblieben ist, weil es eindeutig die kulturellen unterschiede wiedergibt: „… In L.A. ist es keine Schande geschieden zu sein. In Indien war es keine Schande unglücklich verheiratet zu sein.“
diese worte zeigen, dass mehr hinter diesem buch steckt, als es den anschein macht. der blaue hintergrund mit vielen verschiedenen blumen ließen darauf schließen, dass etwas einfache lektüre zu erwarten sei, doch mit diesem „exotischen“ einschlag, stellte sich das buch als relativ gute wahl heraus.
fazit: 4 von 5 bewertungspunkten.